Nicht auf die Größe Kommt es an
Der Speicherkartenmarkt ist überfüllt und die Preise sinken immer weiter. Wer heutzutage in einen Elektronikmarkt geht um sich eine neue Karte für seine Kamera zu kaufen, ist schnell überfordert. Viele Verbraucher schauen dabei oft nur auf die Größe oder lassen sich von Versprechen über eine hohe Datentransfergeschwindigkeit blenden. Worauf sollte man wirklich achten?
Zunächst einmal sollte man schon im Vorfeld klären, was für ein Speicherkartenmodell für die Kamera benötigt wird. In der Regel wird es eine SD-Karte sein, eine CF-Karte oder Sonys Hausmarke, der Memory Stick. Von all diesen Karten gibt es wieder unterschiedliche Ausführungen, so dass man am besten die Gebrauchsanleitung der Kamera befragt wenn man sich nicht ganz sicher ist. Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband in Frankfurt empfiehlt einfach bei Unsicherheit die Kamera mitzunehmen.
Befragt man die Gebrauchsanweisung ist es wichtig darauf zu achten, welche Speicherkapazität die Kamera verträgt. Oft kommen ältere Kameras mit Speicherkarten, die ein Volumen von mehr als zwei Gbyte haben nicht zurecht. Dann greift man entweder zum kleineren Modell oder man versucht es mit einem Firmware Update. Solche Updates, können oft auf den Seiten der Hersteller gefunden werden. Mit ihnen wird die Steuerungssoftware der Kamera aktualisiert, was oft zur Folge hat, dass das Gerät nun auch Karten jenseits der 2 Gbyte Marke verträgt.
Doch oft ist es nicht sinnvoll sich für eine möglichst große Kapazität zu entscheiden. Die logische Begründung dafür ist, dass Speicherkarten irgendwann auch kaputt- oder verloregengehen. Gerade bei winzigen Micro-SD Karten, die heutzutage in vielen Mobiltelefonen eingesetzt werden, besteht die Gefahr sie zu verlegen. Laut Clauß sollte man sich statt einer großen Karte lieber für zwei oder mehrere kleinere Varianten entscheiden. Beim Wechsel der Speichermedien sollte man behutsam sein. Im Badeurlaub ist es nicht sehr ratsam die Karte direkt am Strand zu wechseln, da hierbei Sand in das Gerät gelangen könnte.
Was die Geschwindigkeit der Karten angeht, so sollte man sich von den hohen Datentransferraten nicht verführen lassen. Eine hohe Tranferrate benötigt man in der Regel nur, wenn man Videoaufnahmen machen will. Dass gerade moderne Spiegelreflexkameras Speicherkarten mit hoher Geschwindigkeit benötigen, ist ein verbreiteter Irrglaube.