Daten richtig entsorgen
Heutzutage besitzt nahezu jeder Mensch Unmengen an digitalen Daten. Viele davon sind nicht besonders wichtig. Witzige Fotos, die man von diversen Spaß-Websites heruntergeladen hat oder absurde Powerpoint Präsentationen, die man von Arbeitskollegen geschickt bekommen hat. Doch daneben besitzt auch fast Jeder Daten, die unter Umständen sehr wichtig sein können und die möglichst keiner anderen Person in die Hände fallen sollen.
Datendetektive
Diese Daten, welcher Natur auch immer, bewahrt man gut auf. Man verschiebt sie in versteckte Ordner, versieht sie mit einem Passwort oder kopiert sie auf USB-Sticks oder Speicherkarten, die dann unter dem Kopfkissen verschwinden. Doch Speicherkarten und Sticks werden irgendwann ausgemustert und weggeworfen oder gar weiterverkauft. Natürlich löscht man die Daten, bevor man eine Speicherkarte weiterverkauft, immerhin will man nicht, dass der Käufer private Urlaubsfotos oder vertrauliche Mails durchstöbert. Doch das einfache Löschen der Daten bringt an sich noch nichts. Man muss kein besonderer EDV-Profi sein oder gar in einer Detektei arbeiten um gelöschte Daten von Speicherkarten wiederherzustellen. Hierfür gibt es eine ganze Fülle an Programmen, die zum Teil selbst Anfänger ganz leicht benutzen können. Je nach Programmumfang lassen sich die Daten besser oder schlechter Rekonstruieren. Grundsätzlich aber machen sich solche Programme die Tatsache zu Nutze, dass Daten beim Löschen, nicht tatsächlich gelöscht werden. Löscht man zum Beispiel ein Foto aus dem Urlaub, so verschwinden die einzelnen Bits nicht einfach ins Nirvana. Sie sind nach wie vor da, es wird lediglich der Speicherplatz auf dem sie „sitzen“ zum erneuten Beschreiben freigegeben. Ein Programm zur Datenwiederherstellung, würde das Bild wiedererkennen, sofern es noch nicht durch andere Daten überschrieben worden ist.
Ab in den Shredder
Vielen ist das nicht gut genug. Besonders Menschen, die mit sensiblen Daten umgehen, wollen diese auch tatsächlich gelöscht wissen, wenn sie auf den den „löschen“-Knopf drücken. Gerade für Privatdetektive sind falsch gelöschte Speicherkarten ein gefundenes Fressen. Jedes moderne Detektiv-Büro verfügt heutzutage über Software zur Datenwiederherstellung, mit der sich das eine oder andere Geheimnis alleine am PC lösen lässt. Was tut man also um sich zu schützen? Am Computer tut man genau das Gleiche, was man auch im echten Leben tun würde, wenn man geheime Dokumente möglichst sicher loswerden will: man shreddert sie. Für diesen Zweck gibt es ebenfalls eine ganze Reihe an Programmen. Sie verwenden unterschiedliche Algorithmen um die vorhandenen Daten mit Zufallsdaten zu überschreiben. Je nach verwendeter Methode wird der Datenträger, der gelöscht werden soll, mehrmals mit zufälligen oder vordefinierten Zeichen überschrieben bis eine Rekonstruktion der ursprünglichen Dateien nicht mehr möglich ist.